Trinkwasser- und Abwasserzweckverband "Helbe-Wipper"
 
 

Historie

Erfahren Sie hier, wie alles begann...

2016

 


Im Abwasserbereich wurde die Anschlußgraderhöhung an vorhandene zentrale Kläranlagen fortgesetzt. So konnten Straßen und Ortsteile, wie Sondershausen-Bebra, Margarethenstraße und diverse Straßen in Großberndten,Ebeleben, Clingen, Schernberg u.a. an die zentrale Abwasseranlage angeschlossen werden. Der Ort Westgreußen wurde mittels Schmutzwasserkanälen, eines Stauraumkanals und  Ortspumpwerkes an die KA Greußen angeschlossen. In SDH-Berka wurde mit der Errichtung eines Stauraumkanals, eines Ortspumpwerkes und einer Druckleitung die Überleitung des Abwassers zur KA Sondershausen realisiert. In Großenehrich startete die abwasserseitige Erschließung mit Ortskanalbau und dem Baubeginn einer mit EU-Mitteln geförderten zentralen Ortskläranlage. Der südliche Ortsteil von Holzsußra konnte durch Einbau eines modernen Mischwasserstaubeckens mit Abschlagswasserreinigung in den Stand der Technik versetzt werden. Das ehemals errichtete qualifizierte Mischsystem erfüllt damit die Umweltanforderungen und kann als Dauerlösung bestehenbleiben. Ziel ist die Einhaltung von Umweltstandards, Erfüllung der Wasserrahmenrichtlinie des Freistaates und die Verbesserung des unmittelbaren Lebensumfeldes unserer Kunden.



Im Trinkwasserbereich galt als wichtigste Maßnahme die Schaffung von Eigenkapazitäten zur Wasseraufbereitung. In den Grundslöchern bei Wassertahleben wurde ein Wasserwerk mit moderner Nanofiltrationstechnologie errichtet. Ziel war die Verminderung des hohen Sulfat Gehaltes und die Erhöhung der Eigenkapazitäten. Damit konnte die Abhängigkeit von der Belieferung mit Fernwasser vermindert werden. Die für die Stadt Sondershausen wichtigen Hochbehälter Hardt und Göldner wurden saniert und erfüllen jetzt den aktuellen technischen Standard. Die Pumpleitung zum Hochbehälter Göldner wurde durch ein Inlinerverfahren (C-Liner aus PE) grabenlos erneuert. Damit sind die häufig aufgetretenen (bei Presse und Medien berühmt-berüchtigten) Rohrbrüche in der Wilhelm-Külz-Straße „Geschichte“. In diversen Ortschaften (Greußen, Westgreußen, Schernberg, Ebeleben, Abtsbessingen, Holzsußra, Großberndten u.a.) wurden Teile des Trinkwasserrohrnetzes erneuert.

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2013

 


Im Abwasserbereich wurden die zentralen Kläranlagen:

- Ebeleben 3.500EW

- Badra 700EW

- Thalebra 1000EW

gebaut und in Betrieb genommen. An das zentrale Abwassernetz wurden Stockhausen, Straußberg, Clingen, Neuheide, Bebra, Wiedermuth, Holzsußra, Schernberg und Thalebra angeschlossen.

Im Trinkwasserbereich wurden u.a. die Gruppenwasserversorgung Ebeleben an den Mischwasserbehälter Kirchengel und Großbrüchter an die GWV Ebeleben angeschlossen. Hochbehälter wurden saniert (z.B.Inselsberg-SDH, Abtsbessingen) und neugebaut (Toba).

Der Taz Helbe Wipper feierte im Jahr 2013 sein 20 jähriges Bestehen (die Gewerbe-Anmeldung erfolgte am 26.03.1993).

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2007

 
Die Umstellung auf Mischwasser ist auch für die Gruppenwasserversorgung Ebeleben vorgesehen sowie zum Schluss für Brüchter und Toba. Alle bis dato durchgeführten Maßnahmen wurden durch das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt fachlich begleitet und gefördert, auch mit Mitteln aus der Europäischen Union, dem Bund und dem Land selbst.
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2004

 
Zur vorbeugenden Entsäuerung der Rohwässer, wird 2004 mit der Übernahme des qualitativ hochwertigen und dazu weichen Fernwassers der Thüringer Fernwasserversorgung für die Gruppenversorgungen Engelsdörfer / Greußen begonnen. Seit Juni 2005 erfolgt die Übernahme von Fernwasser zum Wasser der Margarethenquelle. Die Versorgung mit Mischwasser ist vorerst für Sondershausen einschließlich Berka vorgesehen. Das Fernwasser kommt von der Ohra-Talsperre in Luisenthal.
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2001

 
Seit 2001 werden Kooperationsmöglichkeiten zwischen der Stadtwerken Sondershausen GmbH und dem Trinkwasser- und Abwasserzweckverband Helbe-Wipper erarbeitet. In den folgenden Jahren übernehmen die SWS die kaufmännische Betriebsführung für Trinkwasser und Abwasser sowie die technische Betriebsführung für Trinkwasser.
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1998

 
Die zentrale Kläranlage Sondershausen wird fertig gestellt. Sie verfügt über eine mechanische und eine biologische Reinigungsstufe.
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1994

 
Die Salzlaststeuerung 1994 zeigt, dass Chloridfrachten um 40% reduziert werden konnten. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie fordert bis 2015 "gute aquatische Verhältnisse" d.h. als Ziel evtl. 250mg/l Cl2.
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1992

 
Die Bildung des Trinkwasser- und Abwasserzweckverbandes in Vollfunktion wird durch die Bürgermeister im Landkreis Sondershausen beschlossen. Im Landratsamt Sondershausen findet die konstituierende Sitzung der Verbandsversammlung statt. Ein Verbandsvorsitzender und Stellvertreter werden gewählt und ein Verbandsausschuss, bestehend aus Bürgermeistern wird beauftragt, Satzungen zur Wasserbenutzung, Beiträgen und Gebühren sowie Entwässerung zu erarbeiten.
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1965

 
Infolge des Abbaues von Kalisalz seit Ende des 19. Jahrhunderts haben sich im Raum erhebliche unterirdische Hohlräume aufgetan, die spätestens seit 1965 zu erheblichen Bergsenkungen im gesamten Stadtgebiet Sondershausen beigetragen haben und die Abflussverhältnisse beeinträchtigen. Im Bereich des Volksplatzes verbleibt ein Bereich (Senkungstrichter), wo die natürliche Geländehöhe nicht ausreicht. Die Konsequenz ist die Errichtung eines Pumpwerkes an dieser Stelle, um das Mischwasser mittels Druckleitung aus dem Senkungstrichter heraus zupumpen. Bei Regenwetter dient die Anlage dazu, die Wassermengen, die die Kläranlage nicht bewältigen kann, zwischenzuspeichern.
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1963

 
Mit Beginn der Kali-Industrie in Sondershausen entstand die Beeinflussung der Wasserwirtschaftlichen Verhältnisse. Es entstehen Wassergüteprobleme durch Salzbelastung. Erste Einleitungsbegrenzung auf 10°dH(0130mg/l Cl2) für Kaliabwässer werden festgelegt. Bereits 1911 legt ein Gutachten des Reichsgesundheitsamtes 50°dH oder 300mg/l Cl2 als Grenzwert für das Gewässer fest. Ein Elbegutachten von 1921 und 1932 ermittelt die Kaliumtoxizität mit dem Ergebnis, dass von 56 Formen aus 16 Gruppen nur 12 Formen aus 4 Gruppen übrig geblieben sind. Die Salzlaststeuerung von 1963 besagt, dass durch Kaliproduktionsausweitungen die Grenzwerte nicht mehr zu halten sind (teilweise 7000-15000 mg/ Cl2 im Vorfluter.
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1949

 
Die Stadtwerke werden aufgelöst und zum Kommunalen Wirtschaftsunternehmen umfunktioniert. 1951 wird dann der VEB Stadtwerke Sondershausen gegründet. Kaum gegründet, werden die VEB Stadtwerke Sondershausen dem VEB Energieverteilung Bleicherode angegliedert und ab 1955 in den Netzbetrieb Mühlhausen integriert. Im Zuge der Auflösung des KWU 1951 wurden alle Vermögenswerte und Unterlagen den Räten des Kreises übergeben. Die Wasserversorgung ging dann an den VEB Wasserwirtschaft Sondershausen. Die Wasserwirtschaft wird kurze Zeit später herausgelöst und im Rahmen der Kombinatsbildung kommen Wasser und Abwasser zum VEB WAB Erfurt.
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1913

 
Der Bau einer Schwemmkanalisation und einer Kläranlage wird beschlossen. 1914 entsteht die 1. Kläranlage als Emscherbrunnen ausgelegt für 9.000 Einwohner. Nun konnten auch erste Spülklosetts eingebaut werden.
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1911

 
Der Wasserbehälter auf dem Göldner wird gebaut mit einem Fassungsvermögen von 400 m³. Weiter wird ein Hochbehälter in Bebra am Totenberg errichtet. Zu Beginn des Jahres 1912 fällt die Entscheidung, ein eigenes Stadtwerk zu gründen, das die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser übernehmen soll.
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1908

 
Zur Vermeidung von Geruchsbelästigungen bei der Fäkalienabfuhr beschloss die Stadt die Anschaffung eines "Müllerschen Saugapparates" samt Schläuchen und zwei Beiwagen zu einem Preis von 5.850 Mark. Diese Maßnahme soll jedoch bald nicht mehr ausreichen.
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1905

 


Infolge einer Typhus-Epidemie befaßte sich der Ebelebener Gemeinderat mit der Verbesserung der Wasserversorgung, die bis dato aus Brunnen erfolgte. 1910 erfolgte die Materialauswahl für die Rohre, die zuständigen Medizinalbehörden verwarfen Bleirohre, zum Einsatz kamen auch aus Kostengründen Eisenrohre.

Im darauffolgenden Jahr 1911 wurde das neue Wasserwerk mit Tiefbehälter, Pumpstation und Hochbehälter südwestlich des Ortes in Betrieb genommen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp 10.000 Mark.

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1902

 
Die Pachtverträge "Wasser und Gas" werden gelöst und die Stadt führt diese beiden Dienstleistungen nun selbst. Die "Städtischen Werke" bilden sich.
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1900

 
Der Stadtrat beschließt die Einführung der Städtischen Müllabfuhr.
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1896

 
Das Schloss und das Theater der Stadt werden durch einen mit Wasserkraft betriebenen Generator mit Strom versorgt. Von 1896 an bis 1898 erfolgt der Bau einer einheitlichen Wasserversorgung mit Grundstücksanschlüssen für über 6.000 Einwohner. Für die Versorgung stehen öffentliche und private Brunnen neben den existierenden Quellen zur Verfügung. Straßenbrunnen verschwanden und neben der Erschließung weiterer Gewinnungsanlagen werden Wasserbehälter mit unterschiedlichem Fassungsvermögen gebaut.
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1882

 
Eine Verordnung zur Reinigung der Fußwege wurde verfasst. Danach waren die Asphalttrottoirs täglich morgens sauber zu kehren und wenn sich Schmutz angesammelt hat mit Wasser abzuspülen. Bis Mitte der 1890iger Jahre erfolgte die Straßenreinigung in der Weise, dass das Wasser der Bebra durch Schleusen gestaut und zweimal die Woche durch die Stadt geleitet wurde.
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1860

 
Hochwasser war immer ein Thema in Sondershausen. Deshalb werden erste Wipperregulierungen vorgenommen, indem ein seitlicher Dammbau erfolgt. Die Hochwasser wurden seltener, dafür umso heftiger.
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1852

 
Die ersten Wasserleitungen werden im fürstlichen Auftrag verlegt. Im Residenzschloss sprudelt kurz darauf Wasser aus den Bebraer Mönchsteichen.
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Sondershausen liegt geografisch gesehen am Nordrand des Thüringer Beckens. Das Stadtgebiet erstreckt sich dabei von Nordwest nach Südost. Der wichtigste Vorfluter ist die Wipper. Die Quelle des Bebrabaches, die Margaretenquelle, versorgte von alters her die Stadt mit Trinkwasser. Die Bebra selbst fließt in West-Ost-Richtung der Wipper zu.
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